Michael Sicher, Initiator von CEOs on Wheels

Wem Sie sich anvertrauen.

Michael Sicher, Life und Business Coach

Sie werden sich fragen, mit wem Sie es als Coach zu tun haben. Wer es ist, dem Sie sich anvertrauen können. Ich gebe Ihnen gerne einen Einblick in meinen Weg zum Coach. Die kurze Version ist, dass ich immer Wege gefunden habe, um zu erreichen, was mir wichtig ist. Mich immer gerne weiterentwickelt habe. Ich weiß, dass mehr möglich ist, als man in manchen Momenten selbst glaubt. Und wie wichtig es ist, andere zu unterstützen und selbst unterstützt zu werden. Die längere finden Sie hier …

Das Leben kommt ins Rollen

1973 habe ich es knapp verpasst, ein Neujahrsbaby zu werden. Dass ich „anders“ bin, wurde mir zum ersten Mal bewusst, als ein anderes Kind auf mich zeigte und zu seiner Mutter sagte: „Der ist so groß und sitzt noch im Kinderwagen“. Wie sich noch herausstellen sollte, hat mein Rollstuhl, der den Kinderwagen ablöste, mich aber nicht davon abgehalten, etwas aus meinem Leben zu machen – und aus Leidenschaft Coach zu sein.

In der Volks- und Hauptschule, übrigens beide Sonderschulen, hatte ich sehr gute und engagierte Lehrerinnen und Lehrer. Sie haben bestimmt dazu beigetragen, dass ich bis heute gerne Neues lerne und wissbegierig bin. Ich weiß nicht mehr, wie es damals zu meiner Faszination für Computer kam, aber sie sollte meinen weiteren Weg vorgeben. Programmieren habe ich mir jedenfalls schon damals selbst beigebracht.

Trotzdem fiel die Entscheidung auf eine HAK statt HTL. Und das war gut so. Eifrig habe ich mich für Ferialjobs beworben. Beim Assessment der Beste zu sein und trotzdem, nur wegen dem Rollstuhl, keinen Job zu bekommen, tat mir unglaublich weh. Ich habe es einfach nicht verstanden. Aber ich und „aufgeben“ haben noch nie zusammengepasst.

Wissen ohne Praxis ist nutzlos

Nachdem sich schon abgezeichnet hat, dass sich die Jobsuche nach der Matura wohl schwierig gestalten wird, habe ich beschlossen, weiter meiner Leidenschaft nachzugehen. Ich habe einfach an der Uni immatrikuliert. Wirtschaftsinformatik. Es war anders, als ich es mir vorstellte. Deshalb wollte ich möglichst bald etwas Praktisches tun. Möglichst gegen Bezahlung. Als ich im Fernsehen einen Beitrag über einen Verein gesehen habe, der sich dem Datenschutz widmet, wollte ich mitarbeiten. Ehrenamtlich war das kein Problem. Doch schon bald hat man gesehen, dass ich wirklich etwas kann. Und so wurde ich für den dazugehörigen Internetserviceprovider freiberuflich tätig. Alles, was ich wissen musste, habe ich mir selbst beigebracht. Und immer wieder auch gerne an Freunde und Kollegen weitergegeben.

Irgendwann wollte ich mich beruflich verändern. Ich habe mit einem Bekannten darüber geredet und er hat mit zwei Kontakte gegeben. Damals war mir gar genau klar, warum einer der beiden schon nach unserem ersten Treffen von mir und meinem Können derart begeistert war. Das Timing war perfekt und ich wurde als „Head of Development“ bei LION.cc, der Online-Tochter von Libro, angestellt. Bald darauf wurde mir als „Head of IT“ die Führung von 30 Mitarbeitern anvertraut. Dabei habe ich mit meinen erst 27 Jahren sehr schnell viele Erfahrungen gesammelt.

Zum ersten Mal Coaching

Zu dieser Zeit wurde Coaching schick und Geld spielte in der „New Economy“ keine Rolle. Ein Haus- und Hof-Coach wurde für den Vorstand aus Deutschland eingeflogen. Auch ich konnte mir einen Coach holen, der mich beruflich (und in Wirklichkeit persönlich) unterstützt hat. Als es angefangen hat zu kriseln und Grabenkämpfe begannen, habe ich noch mehr gelernt. Vor allem, welche großen Unterschiede es bei Coaches gibt. Mir wurde klar, was einen wirklich guten Coach ausmacht. Ich wusste, dass ich einer werden wollte.

Das Ende nahte. Die Gelegenheit, mein Studium abzuschließen. Die neue Jobsuche gestaltete sich wegen dem „Kündigungsschutz“ von behinderten Mitarbeitern allerdings äußerst schwierig. Aber dann hat mich eine Freundin weiterempfohlen. Ich wurde für ein großes Projekt wieder freiberuflich in der IT tätig. Parallel dazu begann ich mit meiner Coaching-Ausbildung. Um Klienten auch rechtlich bei persönlichen Themen begleiten zu dürfen, war die Ausbildung zum Diplomierten Lebens- und Sozialberater ein Teil davon. Zusätzlich kamen noch Mediation und systemische Aufstellungsleitung dazu. Und da ich keine halben Sachen mag, habe ich die Ausbildung mit einem Masterstudium „Executive Management mit Vertiefung Coaching“ abgeschlossen.

CEOs und Führungskräfte

Als Trainer habe ich meinen „Signature Workshop“ für Führungskräfte entwickelt. „Die andere Seite – Perspektivenwechsel und Erfahrungsworkshop im Rollstuhl“. Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen bei der Jobsuche habe ich einen Weg gesucht, es anderen leichter zu machen. Eines Tages hatte ich die Idee zu „CEOs on Wheels“. CEOs sollten erfahren, wie es ist, mit einem Rollstuhl zu leben. Und sie sollten Menschen mit Rollstuhl als Mentoren zur Verfügung stehen. Mir war es wichtig, Begegnungen zu schaffen. Mentees bekamen Praktikumsplätze oder wurden sogar angestellt. Ich habe viele Einblicke in das Leben von CEOs bekommen. Manche davon waren sehr persönlich.

Zusammenfassend kann ich wohl sagen, dass der „rote Faden“, der sich durch mein Leben zieht, viel mit persönlicher Weiterentwicklung zu tun hat. Damit, mich nicht unterkriegen zu lassen, offenen auf andere Menschen zuzugehen und sie zu vernetzen. Immer einen Weg zu finden. Es soll immer ein Stückchen besser werden – und Freude machen.

  • Studium der Wirtschaftsinformatik
  • Master of Science Executive Management mit Vertiefung Coaching
  • Dipl. Lebens- und Sozialberater
  • Systemischer Coach
  • Systemischer Aufstellungsleiter
  • Unternehmensberater
  • Mediator