Fallstudie: Münze Österreich AG
Auf einen Blick
- 100 % bewerteten das Training mit „Ausgezeichnet"
- 100 % würden es Kollegen weiterempfehlen
- 100 % erlebten messbare Entwicklung in Anpassungsfähigkeit und Empathie
- 80 % bewerteten die Inhalte als äußerst relevant für ihre Führungsrolle
„Die Erwartungen aller Teilnehmer wurden mehr als übertroffen." — Christoph Dalsasso, Leiter Personal, Münze Österreich AG
Der Auftraggeber
Die Münze Österreich AG ist eine der renommiertesten Münzprägestätten der Welt und Tochter der Oesterreichischen Nationalbank. Das Unternehmen verbindet jahrhundertealtes Handwerk mit modernen Anforderungen an Innovation, Qualitätsführerschaft und internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Bereits 2012/13 zeigte das Unternehmen sein Engagement für Inklusion durch die Teilnahme am Karriere-Mentoring-Programm „CEOs on Wheels", das Michael Sicher initiiert hatte. Der nächste Schritt war konsequent: Ein Format zu finden, das die eigenen Führungskräfte in der Praxis weiterbringt – nicht durch Theorie, sondern durch Erfahrung.
Die Ausgangslage
Wie viele etablierte Industrieunternehmen steht die Münze Österreich vor einer doppelten Aufgabe: tradierte Stärken bewahren und gleichzeitig in einem volatileren Marktumfeld handlungsfähig bleiben. Das verlangt von Führungskräften andere Fähigkeiten als noch vor zehn Jahren.
Generaldirektor Gerhard Starsich suchte ein Trainingsformat, das über klassische Seminarinhalte hinausgeht. Die Frage war konkret: Wie entwickeln Führungskräfte die innere Beweglichkeit, die sie in komplexen Entscheidungssituationen tatsächlich brauchen?
Das Format
Am 16. Oktober 2025 nahmen neun Führungskräfte aus HR, Marketing, Münzdesign, Vertrieb und operativen Bereichen am Training „Durch Widrigkeiten zur Führungsstärke" teil. Acht Stunden, zwei Trainer, ein Format, das körperliche Erfahrung mit struktureller Reflexion verbindet.
Trainiert wurde nach einem klaren Prinzip: Was Führungskräfte unter ungewohnten Bedingungen über sich selbst lernen, prägt sie nachhaltiger als jedes Konzept. Die Teilnehmenden lösten Aufgaben im Rollstuhl in der Wiener Innenstadt. Sie erlebten Übungen mit Sehbeeinträchtigung. Sie reflektierten in Zwischengesprächen, was diese Erfahrungen mit ihrem Führungsalltag zu tun haben.
Was die Teilnehmenden tatsächlich gelernt haben
Wir haben das Feedback von neun Führungskräften gesammelt. Die folgenden Erkenntnisse stammen aus den ausgefüllten Bögen – wörtlich, in den eigenen Worten der Teilnehmenden. Sie zeigen vier Muster, die in jedem unserer Trainings wiederkehren.
1. Perspektivenwechsel als operative Fähigkeit
Die häufigste Rückmeldung betraf eine veränderte Sichtweise auf Führungsentscheidungen.
„Andere Sichtweise. Mitgefühl statt Mitleid. Das Leben ist das Wichtigste und Wertvollste."
„Indem ich mich mehr traue, die Position eines anderen einzunehmen."— über die geplante Anwendung im Führungsalltag
„Die Sichtweise der Mitarbeiter eventuell verbessern. Sie auffordern, einmal etwas anderes auszuprobieren."
2. Vertrauen – in sich selbst und ins Team
Mehrere Teilnehmende beschrieben eine spürbare Verschiebung im Selbstverhältnis.
„Vertrauen ins Selbst."
„Sich selbst mehr vertrauen, trotz Hürden trotzdem etwas zu machen."
„Klare Kommunikation, Selbstvertrauen und Vertrauen sind gleichermaßen wichtig."
3. Klarheit in der Kommunikation
Wer einen sehbeeinträchtigten Menschen sicher führt, lernt in zehn Minuten, was Coaching-Bücher in 200 Seiten zu erklären versuchen: dass Anweisungen präzise, ruhig und wertfrei sein müssen, um wirksam zu sein.
„Kommunikation ohne Selbstbeurteilung, möglichst wertfrei."
„Genaue Anweisungen sind essentiell." — Reflexion einer Teilnehmerin in der Rolle der „sehenden Person"
4. Gelassenheit – das, was bleibt
Vielleicht die überraschendste Erkenntnis: Mehrere Führungskräfte beschrieben am Ende des Tages eine veränderte Haltung gegenüber Komplexität.
„Alles halb so wild."
„Mutig bleiben." — über die geplante Anwendung im Führungsalltag
„Flexibel sein. Offen sein."
Was diese vier Säulen für Ihr Unternehmen bedeuten
Die Erkenntnisse der Münze-Führungskräfte sind keine Einzelfälle. Sie zeigen das wiederkehrende Muster jedes Trainings: Perspektivenwechsel, Selbstvertrauen, klare Kommunikation und Gelassenheit sind die vier Säulen, die unter Druck wirklich tragen.
Das ist die zentrale These dieses Trainings – und die Münze Österreich hat sie unter den eigenen Bedingungen bestätigt: Diese vier Fähigkeiten lassen sich nicht durch Konzepte vermitteln. Sie müssen körperlich erfahren werden, damit sie unter Stress abrufbar bleiben.
Die Methode: Warum dieses Format funktioniert
Authentizität statt Theorie
Mag. Michael Sicher, MSc, ist Rollstuhlfahrer. Harald Fiedler ist blind. Beide haben jahrzehntelange Erfahrung darin, in einer Welt zurechtzukommen, die nicht auf sie ausgerichtet ist. Was sie weitergeben, ist gelebte Expertise – nicht Lehrbuchwissen.
Verkörperung statt Kopfwissen
Wer ein Konzept in einem Workshop hört, hat es bis Dienstag vergessen. Wer eine Erfahrung körperlich macht, verankert sie neurologisch. Sie kommt im Führungsalltag von selbst zurück, wenn sie gebraucht wird.
Reflexion statt Aktionismus
Jede Erfahrung wird strukturiert übersetzt. Was war anders als erwartet? Welches Muster zeigte sich? Was bedeutet das für die nächste schwierige Führungssituation? Ohne diese Übersetzung bleibt das Training Erlebnis – mit ihr wird es Entwicklung.
Humor statt Pathos
Das Training arbeitet mit ernsten Themen, aber nicht mit ernster Miene. Die Teilnehmenden lachen viel. Das ist kein Beiwerk – es ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen offen genug bleiben, um wirklich zu lernen.
Die Wirkung über den Tag hinaus
Das Unternehmen plant bereits eine Fortsetzung. Mehrere Teilnehmende haben den MindsetMaps™ Health Scan in Anspruch genommen, um ihre individuellen Stärken und Entwicklungsfelder vertieft zu analysieren.
Der entscheidende Indikator für die Qualität eines Leadership-Trainings ist nicht die Bewertung am selben Tag. Es ist die Frage, ob Teilnehmende drei Wochen später noch davon sprechen – und ob sie wiederkommen wollen. Bei der Münze Österreich beides: ja.
Die zentrale Aussage
Wenn Führungskräfte auf Hindernisse stoßen, sehen sie diese typischerweise als Probleme, die es zu beseitigen gilt. Dieses Training zeigt eine andere Sichtweise: Hindernisse sind Informationen. Sie zeigen, wo die eigenen Routinen aufhören und wo wirkliche Führung anfängt.
Menschen, die täglich mit Einschränkungen arbeiten, haben das längst gelernt. Organisationen brauchen diese Denkweise bei jeder Führungskraft.
Bereit für ein Gespräch?
Wenn dieses Format für Ihr Führungsteam relevant wirkt, ist ein 30-minütiges Vorgespräch der sinnvolle Einstieg. Wir besprechen, vor welchen Aufgaben Ihr Team steht – und ich sage Ihnen ehrlich, ob dieses Training das richtige Format ist.
Kontaktieren Sie mich | Telefon: +43 650 6742437 | E-Mail: sicher@sicher.at